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Der Arbeitsbereich Sicherheit in verteilten Systemen (Prof. Dr. Hannes Federrath) ist dem Fachbereich Informatik der Universität Hamburg (UHH) zugeordnet. Die am Lehrstuhl vorhandene Kompetenz im Bereich Informationssicherheit deckt sowohl übergreifende Aspekte (Sicherheitsmanagement, mehrseitige Sicherheit, wirtschaftliche Aspekte) als auch Techniken der IT-Sicherheit (Authentifizierung, Autorisierung, Zugangskontrolle, digitale Signaturen, Public-Key-Infrastrukturen) ab. Einen Schwerpunkt bildet die Gestaltung und Evaluation von datenschutzfreundlichen Techniken zum Schutz der Privatsphäre. Als Vorarbeiten dienen Aktivitäten aus dem Bereich der Kommunikationsanonymität (u. a. im BMBF-Projekt AN.ON-next: „Anonymität Online der nächsten Generation“) und der Implementierung von kryptografischen Schwellwert-Schemata (u. a. im BMBF-Projekt DREI: „Datenschutzrespektierende Erkennung von Innentätern“). Die UHH nimmt in EMPRI-DEVOPS die Aufgabe des Projektkoordinators wahr.

Der Lehrstuhl für Privatsphäre und Sicherheit in Informationssystemen (PSI, Prof. Dr. Dominik Herrmann) gehört zur Fakultät für Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (UBA). Die Fakultät zeichnet sich insbesondere durch anwendungsorientierte Forschung aus. Die Universität Bamberg ist durch den Lehrstuhl PSI in der Forschungs-, Kooperations- und Gründungsplattform Zentrum Digitalisierung.Bayern (ZD.B) vertreten und verfügt somit über ein kompetentes Netzwerk aus Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden, das auf einen interdisziplinären Wissenstransfer ausgelegt ist. UBA ist ferner in das H2020-Projekt CANVAS („Constructing an Alliance for Value-driven Cybersecurity“) eingebunden, in dem Fragen der Sicherheit und der Privatsphäre aus technischer, ethischer und rechtsphilosophischer Sicht betrachtet werden.

Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts. Träger der Anstalt ist das Land Schleswig-Holstein. Im ULD sind 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Als Dienststelle der Landesbeauftragten für Datenschutz berät und beaufsichtigt das ULD Schleswig-Holsteins öffentliche und nichtöffentliche Stellen in allen Fragen des Datenschutzes und den damit verbundenen Fragen der Datensicherheit. Das ULD steht traditionell für die Implementierung von Datenschutz und Datensicherheit über eine proaktive Gestaltung der Systeme (Data Protection by Design and by Default), Beratung der Betroffenen, Hersteller und Anwender, Unterstützung datenschutzfördernder Techniken und Dienstleistungen sowie einen prozessorientierten Datenschutz. Als rechtlich unabhängige Einrichtung führt das ULD seit Jahren wissenschaftliche Studien durch und wirkt an Forschungsprojekten mit, um innovative Ideen und Konzepte im Hinblick auf ihre rechtlichen, technischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu prüfen und datenschutzgerechte Technikgestaltungen und -anwendungen zu fördern.

Die Angebotspalette der in Hamburg ansässigen vogella GmbH umfasst Beratung, Schulungen und Entwicklungen im Bereich von Software-Entwicklung mit Schwerpunkten auf Git, Eclipse und Android. Vogella verfolgt zwei Ziele: Die Optimierung von Open-Source-Software für den Unternehmenseinsatz und die direkte Unterstützung von Kunden in Software-Projekten. Geschäftsführer Lars Vogel ist Projektleiter im Eclipse-Projekt, welches von vielen Kunden verwendet wird. Mitarbeiter von vogella sind an der Entwicklung von Komponenten der Eclipse IDE beteiligt, etwa dem Git-Tooling und weiteren datenschutzrelevanten Komponenten wie der Integration des Issue-Trackers Mylyn.

Die 2014 in Hannover gegründete Qabel GmbH ist ein Hersteller von cloudbasierten, kryptografischen Softwarelösungen, die es jedermann ermöglichen, jegliche digitale Kommunikation und damit einhergehende Daten effektiv zu verschlüsseln. Die eigens entwickelten Technologien und Produkte werden im B2C-Bereich eingesetzt bzw. in bestehende Lösungen von Kunden aus dem B2B(2C)-Bereich integriert und sind fast ausschließlich Open-Source. Im Rahmen der CeBIT 2016 wurde mit „Qabel Box Public Beta“ ein verschlüsselter Onlinespeicher für Endverbraucher (B2C) unter großem Medienecho vorgestellt. Für die hauseigene Entwicklung setzt QAB diverse DevOps-Werkzeuge zur Unterstützung ihrer agilen Prozesse ein. Der aus IT-Sicherheitssicht gebotenen Transparenz verpflichtet, findet die Entwicklung weitestgehend öffentlich auf GitHub statt (Source Code, Issues, Code Review). Dem Transparenzgebot stehen allerdings Datenschutzinteressen der Entwickler entgegen, weshalb Qabel um einen angemessenen Ausgleich bemüht ist und regelmäßig alternative Werkzeuge erprobt.